Poales > Poaceae > Avenella flexuosa

Drahtschmiele

(Avenella flexuosa)

VI — VIII Home bodensaure Wälder, Waldschläge
20 — 60 cm indigen LC
Avenella flexuosa
Synonyme: Aira flexuosa, Avena flexuosa, Deschampsia flexuosa. Hemikryptophyt, coll-sa. Die Laubblattspreiten sind überhängend und niederliegend. Sie sind kahl und glatt. Die lockere Rispe weist geschlängelte Rispenäste auf (Lit). Die Art ist in allen österreichischen Bundesländern und Naturräumen sehr häufig (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Avenella flexuosa
 
 
Avenella flexuosa
 
 
Avenella flexuosa
 
 
Avenella flexuosa
Aufnahmen: 27.05.2007 Wolfsegg am Hausruck.
 
Rispen
 
 
Standort
Aufnahmen: 22.06.2014 Wald bei Panidorf, Schwarzenberg

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1873

"48. A. flexuosa. M. e. K. (Aira flex. Huds. — Deschampsia flex. Griseb. spic.)
Wurzelstock faserig, Rasen und zuweilen kurze Ausläufer bildend; Halme aufrecht, 1—2' hoch, glatt, sammt Blättern und Blattscheiden kahl, grasgrün, Blätter stielrundfädlich, meist bogig gekrümmt; Blatthäutchen kurz, abgeschnitten; Rispe 2—4" lang, vor und nach der Blüthezeit schmal zusammengezogen, schlaff überhängend, während der Blüthezeit ausgebreitet, eiförmig oder länglich; Aeste und Stielchen haarfein, schlängelig gebogen; Aehrchen sehr klein, bleichgelblich oder grünlich und dunkelviolett gescheckt; Blüthen an ihrer Basis gebärtet. Obere Klappe 1nervig, untere Spelze abgestutzt gezähnelt, am Grunde begrannt, Granne gekniet, unter dem Knie gedreht, um die Hälfte länger als die Spelze, über die Klappen weit hinausragend. Fruchtknoten kahl; Caryopse frei, ohne Längsfurche.
Juni — Aug.


Aendert ab:

  • α diffusa. Neilr. (Aira flex. L sp. — Air montana Flor. dan.) Rispe locker ausgebreitet, eiförmig, schlaff. Aehrchen bleichgelb oder grünlich.
  • β contracta. Neilr. (Air. montana L . sp. — Air flexuos R. ic.) Rispe selbst zur Blüthezeit mehr zusammengezogen, länglich, steifer. Aehrchen grünlichgelb, dunkelviolett gescheckt.

Auf trockenen, sonnigen Hügeln, dürren Triften, an Holzschlägen, auf Haidegrund, auf verwittertem Granit (Quarzsandboden).

  • α Gemein. In Wäldchen der Mühlkreisberge auf Gneiss, Granit, Quarzfels, Glimmerschiefer, von den Ausläufern des Blöckensteins im oberen Mühlkreise bis hinab an die östlichen Grenzberge des unteren Mühlkreises. Um Linz zunächst an den Urfahrsteinwänden, am Pöstlingberge, am Lichtenberge, im Steyreggerwalde. An Vorhölzern der Haide bei Weingartshof, Neubau, Wels. In Auen der Donau, Ens, Traun, des Inns. In der Berg- und Voralpenregion des Traunkreises und Salzkammergutes auf Kalk und Sandstein.
  • β Seltener. In Wäldchen im Hasselgraben, im Walde der Kuned, um Kirchschlag , in der Föhrau (Rauscher), im Sternwalde, am Hammermeyrberg. Am Mayerhoferberge. In Haidewäldchen. Auf Voralpen des Traunkreises und Salzkammergutes bis in die Krummholzregion aufsteigend. Am hohen Nock, am Prielergebirge, am Kasberg, auf der Speikwiese. — In der Kamp am Fusse des Traunsteins. Am Schafbergthörl, am Steingebirge des Attersees, am Kranabethsattel u. s. w."
Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, I. Band (Seite 43), Linz 1873, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 29.11.2025

zum Seitenanfang